Schloss Aystetten

ISALL

Institut für Systemisches Arbeiten und Lebendiges Lernen

Supervision
Fallarbeit und Teamentwicklung

Grundlage meines supervisorischen Ansatzes ist zum einen die systemische Arbeit und zum anderen die tiefenpsychologisch orientierte TZI (Themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohn). Die Verbindung dieser beiden Konzepte hat sich in der Begleitung von Teams und Gruppen sehr bewährt.
Aus der Systemik stammen Ressourcen-, Lösungs- und Prozessorientierung. Sie eröffnen sowohl in der Teamsupervision als auch in der Fallarbeit Perspektiven für den Umgang miteinander und erweitern die Handlungsmöglichkeiten für die Arbeit mit Klienten. Systemische Methoden wie z. B. Reflecting Team, Aufstellungsarbeit (u. a. mit Figuren), Fragetechniken (Arbeit mit Möglichkeits- und Wirklichkeitskonstruktionen) u. v. m. begünstigen die gemeinsame Lösungssuche und gestalten die Arbeit lebendig. Das zu nützen, was im Team und bei den Klienten möglich und vorhanden ist (Utilisation,) fördert zudem konstruktive Ergebnisse. Gleichzeitig haben die SD auch die Möglichkeit, systemisches Werkzeug in der Arbeit mit Menschen sinnvoll zu nutzen und das eigene Repertoire zu erweitern.
Die TZI als pädagogisch-therapeutisches Konzept für die Arbeit mit Teams und Gruppen ermöglicht mir als Supervisorin, die Dynamik des Teams im Auge zu behalten und immer wieder auf die Balance zu achten, d. h, auf die Bedürfnisse der einzelnen Teilnehmer (Ich), das gemeinsame Thema (Es), das Miteinander (Wir) und darauf, was vom Kontext in die Arbeit mit einfließt. Auch Körperreaktionen, Assoziationen, Erinnerung an eigene Erfahrungen der TeilnehmerInnen bereichern den lebendigen Lernprozess in der Fallarbeit und/oder der Teamsupervision. Störungen im Team oder bei einzelnen Personen haben in der Regel Vorrang, weil erst nach der Klärung oder Erklärung die Aufmerksamkeit auf die gemeinsame Sache möglich wird. Wann immer Konflikte auftreten, werte ich sie als Lösungsversuche. Ich nutze das bis dahin im Konflikt gebundene Entwicklungspotential der Einzelnen und/oder des Teams und unterstütze alle Beteiligten, neue und möglicherweise bisher verborgene Konfliktlösungen zu erarbeiten.
Selektive Authentizität verbunden mit einer guten Selbststeuerung wirkt sich erfahrungsgemäß sehr positiv auf die Kommunikation miteinander aus. Auch darauf lege ich ein Augenmerk.
Die Zugehörigkeit der TZI zur humanistischen Psychologie mit einem ganzheitlich-humanistischen Menschenbild beinhaltet werteorientiertes Denken und Handeln als inneren Kompass in dem Sinne, dass Werte auf Seiten der Organisation, des Teams und der TeilnehmerInnen als mögliche Angelpunkte für Lösungsprozesse genutzt werden können. Meine eigenen Werte als Supervisorin geben mir Orientierung und zeigen mir sinnvolle Grenzen des eigenen Handelns auf. Wertschätzender Umgang miteinander ist Katalysator für positive Lern- und Lösungsprozesse. Damit führt Wertschätzung auch zu Wertschöpfung, für jede Institution ein nicht unerheblicher Faktor.

Interesse ...

Lisa von Stetten ...